Letzter Teil der Geschichte Premium Uploaded

Mehr als eine Milliarde an Clicks,
davon 180 Millionen von registrierten, aktiven Nutzern. Zur Zeit des
Höhepunkts des Dienstes, etwa im Jahr 2010, war die Hauptseite
Uploaded Platz 12 auf der Liste der meistbesuchten Webseiten
der Welt und war für etwa 4 % des gesamten Datenaustauschs auf dem
Internet verantwortlich.

Natürlich war jedem Megaupload-Nutzer spätestens
dann klar, dass Megaupload sich nicht gerade in der grünen Zone der
Legalität befand. Ein Abonnement für Zugang zu illegalen Raubkopien
von Filmen, Songalben und vielen weiteren Arten von Dateien zu
bezahlen, klingt doch einfach nicht richtig, oder?

Trotzdem war Megaupload in den frühen 2010er Jahren
der beliebteste Weg, um an Dateien aller Art Online und kostenlos
heranzukommen.

Doch jeder cuenta, sowohl Nutzer als auch Betreiber der
Seite, wusste bereits, dass es so nicht weitergehen konnte. Erst
recht nach einer viralen Werbekampagne, dem „Mega Song“, wurden
sämtliche Gesetzeshüter auf der ganzen Welt auf das Ausmaß von
Megauploads Einfluss auf das Internet aufmerksam. Am 19. Januar 2012
kam es schließlich zur Schließung von Megaupload durch das
amerikanische FBI aufgrund von Copyrightverletzungen bezüglich der
angebotenen Dateien.

Ähnliches Foto

Kim Dotcom wurde festgenommen und sein Besitz sowie
der durch Megaupload ergatterte Gewinn ihm entnommen. Was die
Behörden bei ihm vorfanden, war erstaunlich.

Nicht nur befand sich Dotcom in einer 35 Millionen
Euro werten Villa, sondern er besaß auch zur Zeit seiner Festnahme
ganze 12 Luxusautos, eines davon ein maßgeschneidertes „Megacar“,
das einzige seiner Art auf der ganzen Welt. Kim Dotcom war also 2012
der wohl erfolgreichste Internetmagnat der Welt, und das dank nur
einer Webseite.

Natürlich ließ Kim Dotcom sein ganzes Vermögen und
alles, was er mithilfe von Megaupload bereits aufgebaut hatte, nicht
einfach so zurück. Deshalb schuf er genau ein Jahr nach seinem
Arrest, am 19. Januar 2013, die Seite Mega.co.nz, eine Neuauflage von
Megaupload.

Doch die Zeiten hatten sich geändert. Die meisten
Internetnutzer fanden es nun einfacher, mithilfe von Spotify,
YouTube, Dailymotion, Dropbox oder anderen legalen, kostenlosen
Filesharing-Diensten Zugriff auf ihre Lieblingssongs, -Filme oder
-Spiele zu bekommen, anstatt mithilfe von zwielichtigen oder gar
illegalen Angeboten mühsam, von Werbungen und Umfragen konstant
genervt, sich zur gewünschten Datei durchzukämpfen. Dies ist der
Hauptgrund für Megas relativ schwache Popularität, und zwar nicht
nur verglichen mit dem Original.

Die Ära von Megaupload mag also nun vorbei sein,
aber die Idee lebt weiter.

Und die Erinnerung.

Die Erinnerung an ein deutsches Technikgenie, das es
zu einem der reichsten Männer in der Welt des Internets machte.